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kleine Quälgeister

Jeder kennt dieses Gefühl – es gibt im täglichen Umgang mit unseren Mitmenschen eigentlich fast immer eine Person, die uns nicht behagt, die uns aufregt oder in deren Gegenwart wir uns nicht wohlfühlen. Die Frage ist wie gehen wie mit solchen Menschen um? Versuchen wir Ihre Gegenwart zu meiden? Nun das ist leider bzw. zum Glück nicht immer möglich. Gerade in einem Umfeld wo wir täglich viele Stunden verbringen, finden wir

manchmal kleine „Quälgeister“ – jene die uns zur Weißglut bringen können oder Menschen, in deren Gegenwart wir uns fühlen wie eine Katze, die gegen den Strich gestreichelt wird. Wir fühlen uns in unserer Haut nicht wohl. Oft findet dann je nach Charakter eine Vermeidungs- oder aber eine Konfrontationstaktik statt. Aber auch diese bringt uns selten den gewünschten inneren Frieden.

 

Wenn uns eine Person „triggert“ sollten wir uns immer die Frage stellen: Hat diese Person evtl. etwas in ihrem Verhalten an sich, was auch wir selbst an den Tag legen und was uns an uns selbst nicht behagt, was uns gar aufregt? Zeigt uns diese Person nicht vielleicht einen Spiegel um uns an ein Verhalten, zu erinnern, das wir selbst gerne abstellen möchten oder das wir nicht annehmen möchten?

 

In anderen Fällen ist es so, dass andere Menschen uns durch ihr Verhalten lehren unser eigenes Verhalten so zu ändern, dass wir uns nicht mehr darüber aufregen müssen. Wir bekommen also auch hier eine Lernlektion und das sogar gratis. Werden wir zum Beispiel immer wieder vorgeführt und fühlen wir uns klein gemacht, kann es sein, dass wir hier eine Lektion bekommen, uns durchzusetzen.

 

Manchmal werden wir auch immer wieder mit dem für uns negativen Verhalten von anderen Menschen konfrontiert um zu lernen, unsere eigenen persönlichen Grenzen zu schaffen und uns von Ihnen abzugrenzen – das kann oftmals schmerzhaft und heilsam zugleich sein. Auch dies ist ein Lernprozess. Um herauszufinden, was der wahre Grund für das Unbehagen gegenüber einem bestimmten Menschen ist, ist es wichtig gedanklich einmal zur Ruhe zu kommen und ganz bei sich zu sein (z.B. in einer kurzen Meditation) dann bekommt man sehr schnell den richtigen Impuls dafür, was hier die Lernaufgabe ist.

 

Erst wenn wir unser Verhalten ändern, ändert sich wie durch Zauberhand plötzlich auch der andere Mensch. Alles was wir an uns selbst bearbeiten, bearbeiten wir also indirekt auch an unseren Mitmenschen. Ich persönlich glaube, dass die Menschen um uns herum alle aus einem bestimmten Grund um uns herum sind und jeder einzelne für uns ein Verbündeter, Helfer, Heiler oder eben Lehrer ist. Ich weiß es ist schwer sein Denken so zu verändern, dass man Menschen, deren Verhalten man als unangenehm empfindet, auch mit einer gewissen Dankbarkeit betrachtet. Aber genau diese Menschen sind auch unsere Lehrer und lassen uns hinschauen wenn wir bereit dazu sind – ganz besonders eben auf die Dinge und Prozesse, die vielleicht mühsam oder schmerzhaft sein können. Prozesse, die unsere persönliche Entwicklung fördern. Aber es hilft ungemein, solche Situationen mit sich zu klären und damit in Frieden zu sein. Allein durch unsere friedlichere Ausstrahlung, wird sich das Verhältnis zu solchen Personen ändern. Oft lohnt es sich in einer Situation, die uns unangenehm ist zu verweilen, um herauszufinden, warum es so ist und was wir daraus lernen dürfen. Wir dürfen dankbar sein für die Menschen die uns begleiten und uns helfen genau hinzuschauen und uns zu entwickeln.

 

Jeder Mensch entwickelt sich und oft wissen wir nur einen Bruchteil von dem was dieser Mensch evtl. gerade durchlebt oder bereits durchlebt hat. Wir neigen dazu, Menschen zu verurteilen statt erst mal unseren eigenen „Ist-Zustand“ zu betrachten und uns zu fragen, wo wir stehen und was unser Weg zu einem erfüllten und friedlichen Dasein ist. Ich denke die größte Herausforderung ist es, alle Menschen mit Liebe zu betrachten. Aber vergesst dabei nicht, auch und insbesondere euch selbst mit Liebe zu betrachten und euch zu sagen „Ja, ich bin nicht perfekt, aber ich habe wundervolle Seiten an mir“ und ich habe die Möglichkeit mich immer weiter zu entwickeln um mein inneres Licht zum Strahlen zu bringen.

 

Alles Liebe Nina